Sankt Martin und die Käselaterne
Sockenmond · So entstehen die Geschichten · Stand
Tildas Laterne ist eine Käselaterne. Sie ist aus einer runden Käseschachtel. Sie riecht noch ein bisschen nach Käse. Unten am Stab ist ein Knopf. Klick, an. Klick, aus. Klick, an. „Die Batterie brauchen wir heute Abend noch“, sagt Opa.
Am Abend ist es draußen dunkel. Vor der Kita stehen viele Kinder. Jedes Kind hat eine Laterne. Klick, an. Die Laterne schaukelt. Hin und her.
Vorne geht ein großes Pferd. Auf dem Pferd sitzt ein Mann mit rotem Mantel. „Wer ist das?“, fragt Tilda. „Das ist Sankt Martin“, sagt Opa. „Er teilt seinen Mantel mit einem Mann, dem kalt ist.“ Tilda guckt den Mantel lange an. Der Mantel ist noch ganz. „Vielleicht nachher“, sagt Opa.
Dann gehen alle los. Das Pferd vorne, die Kinder hinterher. Die Laterne schaukelt. Hin und her. Überall sind kleine Lichter. Rote, gelbe, eins ist ein Fisch. „Im Dunkeln sieht man die Laternen am besten“, sagt Opa.
Alle singen. Tilda singt nur das Wort Laterne. Das aber laut. Wo ist Tildas Laterne? Ganz hinten, neben Opa. Da ist sie. Die Laterne schaukelt. Hin und her.
Zu Hause steht die Laterne neben dem Bett. Die Laterne riecht nach Käse. Tilda riecht nach Laterne. Klick, aus. Gute Nacht, Laterne.