Opas alter Hund kann was Neues

ca. 5 Min. Vorlesezeit für 2- bis 3-Jährige · 24–42 Monate

Sockenmond · So entstehen die Geschichten · Stand

Juna darf auf Opas Klingel drücken. Hinter der Tür bellt es. Wuff, macht Berta. Dann geht die Tür auf. Da ist Opa, und neben Opa steht Berta. Ihr Schwanz wedelt. Der ganze Po wedelt mit.

Berta ist Opas Hund. Sie ist schon alt. Ihre Schnauze ist grau, genau wie Opas Bart. Juna krault Berta hinter dem Ohr. Da lehnt sich Berta an Juna, mit ihrem ganzen Gewicht. Juna muss die Beine fest auf den Boden stellen.

„Berta kann was Neues“, sagt Opa. „Pass auf.“ Opa hält Berta seine Hand hin. „Gib Pfote“, sagt Opa. Berta guckt Opa an. Dann legt sie sich hin. „Gib Pfote“, sagt Opa noch einmal. Berta rollt sich auf den Rücken. Alle vier Beine zeigen nach oben. Sie will am Bauch gekrault werden. „Gestern hat sie es noch gekonnt“, sagt Opa. Juna lacht.

Wo ist das Leckerli? In Opas Hosentasche. Da ist es. Das weiß auch Berta. Sie setzt sich sofort hin und guckt auf die Tasche. „Gib Pfote“, sagt Opa. Berta hebt die Pfote und legt sie auf Opas Schuh. „Fast“, sagt Opa. Berta bekommt das Leckerli trotzdem. Knack, macht das Leckerli.

Dann hockt sich Juna vor Berta hin. Sie hält ihr die Hand hin, ganz flach. „Gib Pfote, Berta“, sagt Juna. Berta guckt Juna an. Sie guckt lange. Dann hebt sie die Pfote und legt sie in Junas Hand. Die Pfote ist warm und schwer. Unten ist sie ein bisschen rau. Opa klatscht in die Hände. „Bei dir macht sie es!“ Berta leckt Juna über die Finger. Schlabber, macht die Zunge. Juna wischt sich die Finger an Opas Hose ab. Dann hält Opa noch einmal die Hand hin. Berta legt sich hin.

Am Nachmittag gehen Opa und Juna mit Berta in den Park. Berta geht langsam. An jedem Baum bleibt sie stehen. Schnüff, schnüff, macht Bertas Nase. Juna bleibt auch stehen und riecht am Baum. Der Baum riecht nach Baum. Auf der Wiese liegt ein Stock. Juna wirft ihn, so weit sie kann. Der Stock fliegt nicht sehr weit. Berta guckt dem Stock nach. Dann guckt sie Opa an. Opa holt den Stock.

„Berta, mach Männchen!“, sagt Juna. Berta legt sich ins Gras. „Berta, spring!“ Berta bleibt liegen. Hinlegen kann Berta am besten. Da legt sich Juna auch hin, ins Gras neben Berta. Opa setzt sich auf die Bank und guckt den beiden zu.

Am Abend sitzt Juna bei Opa auf dem Sofa. Ihre Schuhe sind voller Gras. Berta liegt unten. Ihren Kopf hat sie auf Junas Fuß gelegt. Juna hält Opa die Hand hin. „Gib Pfote, Opa“, sagt Juna. Opa legt seine große Hand in Junas kleine Hand. „Pfote“, sagt Opa. Berta schläft. Ihre Pfote zuckt. Juna lehnt sich an Opa. Mit ihrem ganzen Gewicht.

Ende

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