Ein Licht mehr im Advent
Sockenmond · So entstehen die Geschichten · Stand
Elif drückt die Nase ans Fenster. Gegenüber ist das Haus mit den vielen Fenstern. Jeden Abend nach dem Zähneputzen guckt Elif hinüber. Mama guckt mit.
Am ersten Abend im Advent hängt in einem Fenster ein Stern aus Papier. In dem Stern ist ein Licht. „Ein Licht“, sagt Elif.
Am nächsten Abend steht in einem anderen Fenster eine Kerze. Noch ein Licht.
Am Abend danach hängt unten eine Lichterkette. Sie blinkt. Noch ein Licht. Am Abend darauf blinkt sie nicht mehr. Jetzt leuchtet sie nur noch.
Ganz oben sitzt eine Katze neben einer Lampe. Wo ist die Katze? Im Fenster ganz oben. Da ist sie. Noch ein Licht.
Jeden Abend kommt ein Licht dazu. Elif zählt: „Eins, zwei, viele.“ So zählt Elif alles. Auch Kekse.
Dann ist das ganze Haus hell. In jedem Fenster ist ein Licht. „Und unser Fenster?“, fragt Elif. Mama holt einen Stern aus Papier. Mama steckt den Stecker in die Steckdose. Jetzt hängt auch bei Elif ein Stern im Fenster. Noch ein Licht.
„Morgen ist Weihnachten“, sagt Mama. Über dem Haus steht der Sockenmond. Er hat ein Loch an der Spitze. „Wer guckt noch?“, fragt der Sockenmond. Elif guckt noch. Dann nicht mehr. „Socke an, Licht aus.“ Das Zimmer wird dunkel. Der Stern bleibt an.